Lehrstuhl für Elektromobilität und Energiespeichersysteme

ERS.T-NRW: Three Vehicles. One Road. Three Ways to Charge Wirelessly.

28.09.2026|14:55 Uhr

Wie kann Ladeinfrastruktur künftig aussehen, wenn das Laden von Elektrofahrzeugen möglichst einfach, automatisiert und direkt in bestehende Verkehrsinfrastruktur integriert werden soll? Zwei aktuelle Videobeiträge geben Einblicke in die Entwicklung und praktische Erprobung induktiver Ladesysteme.

Im Rahmen des Forschungsprojekts ERS.T-NRW beschäftigen sich die Bergische Universität Wuppertal und ihre Projektpartner mit innovativen Lösungen für die Ladeinfrastruktur der Zukunft. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie unterschiedliche Fahrzeugklassen kabellos mit Energie versorgt und verschiedene Ladeszenarien mit einer gemeinsamen Infrastruktur realisiert werden können.

Drei Fahrzeuge – drei Ladeszenarien

Projektpartner Electreon zeigt in seinem aktuellen Video „Three Vehicles. One Road. Three Ways to Charge Wirelessly.“, wie eine gemeinsame Infrastruktur unterschiedliche Fahrzeugklassen – vom Pkw bis zum Schwerlastverkehr – unterstützen kann.

Dabei werden verschiedene Möglichkeiten des induktiven Ladens demonstriert: Fahrzeuge können sowohl geparkt als auch während eines Stillstands oder während der Fahrt kabellos mit Energie versorgt werden. Die Energieübertragung erfolgt ohne Ladekabel und kann damit weitgehend ohne zusätzliche Interaktion durch den Fahrer in den alltäglichen Fahrzeugbetrieb integriert werden.

Die unterschiedlichen Anwendungsmöglichkeiten verdeutlichen das Potenzial induktiver Ladesysteme insbesondere dort, wo Ladeprozesse möglichst flexibel und automatisiert erfolgen sollen.

Von der Forschung in die Straße

Wie eine solche Technologie in die Straßeninfrastruktur integriert werden kann, zeigt ein weiterer Videobeitrag von STRABAG. Auf der Teststrecke in Aldenhoven wurde im Rahmen des Projekts eine induktive Ladeinfrastruktur in die Fahrbahn eingebaut.

Die praktische Umsetzung stellt besondere Anforderungen an die Integration der Komponenten in den Straßenaufbau. Gleichzeitig schafft die Teststrecke die Möglichkeit, das induktive Laden unter realitätsnahen Bedingungen zu erproben und wichtige Erkenntnisse für die weitere Entwicklung zu gewinnen.

Für die Bergische Universität Wuppertal ist insbesondere die Verbindung von Forschung, technischer Entwicklung und realer Anwendung von großer Bedeutung. Die Untersuchungen auf der Teststrecke tragen dazu bei, die technischen Voraussetzungen für eine sichere, effiziente und zukunftsfähige Ladeinfrastruktur weiterzuentwickeln.

Gemeinsam an der Ladeinfrastruktur von morgen

Die beiden Videos zeigen unterschiedliche Perspektiven auf dasselbe Ziel: Elektromobilität so in die bestehende Infrastruktur zu integrieren, dass das Laden künftig komfortabler, automatisierter und flexibler erfolgen kann.

Gemeinsam mit den Projektpartnern arbeitet die Bergische Universität Wuppertal daran, entsprechende Technologien weiterzuentwickeln, unter realen Bedingungen zu erproben und damit einen Beitrag zur Mobilität und Ladeinfrastruktur von morgen zu leisten.

Zu den Videos:

Das Projekt ERS.T-NRW wird von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen über das EFRE/JTF-Programm NRW 2021–2027 im Rahmen des Innovationswettbewerbs NeueWege.IN.NRW kofinanziert.