EES-Exkursion 2026: Einblicke in die Zukunft der Energie- und Mobilitätstechnik
Quelle: Eigene Darstellung, erstellt mit ChatGPT (OpenAI), 2026.
Tag 1: Ladeinfrastruktur der Zukunft bei EnBW mobility+ in Karlsruhe
Der erste Exkursionstag führte die Studierenden in das Labor der EnBW mobility+ nach Karlsruhe.
Im Mittelpunkt standen innovative Lösungen rund um die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge.
Die Teilnehmenden erhielten einen umfassenden Einblick in verschiedene konduktive Ladetechnologien – von klassischen AC-Ladesystemen bis hin zu modernen DC-Schnellladestationen mit Ladeleistungen von bis zu 400 kW. Darüber hinaus wurden aktuelle Entwicklungen im Bereich des Megawatt-Chargings (MCS) vorgestellt, das künftig Ladeleistungen von bis zu 3,5 MW für schwere Nutzfahrzeuge ermöglichen soll.
Als Betreiber eines der größten Schnellladenetze Deutschlands mit mehr als 8.000 Schnellladepunkten an über 1.500 Standorten vermittelte EnBW praxisnahe Einblicke in die Planung, den Betrieb und die Abrechnung von Ladeinfrastruktur. Ebenso wurden die sicherheitsrelevanten Anforderungen sowie die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladestation erläutert, die einen sicheren und effizienten Ladevorgang gewährleisten.
Ein besonderes Highlight war die Möglichkeit, selbst ein Elektrofahrzeug zu laden und die einzelnen Schritte eines Ladevorgangs unmittelbar nachzuvollziehen. So konnten die zuvor vermittelten theoretischen Inhalte direkt praktisch erlebt werden.
Tag 2: Besuch der Netzleitwarte von EnBW in Esslingen
Am zweiten Exkursionstag besuchten die Studierenden die Netzleitwarte der EnBW in Esslingen.
Zu Beginn erhielten sie einen Überblick über die Energieversorgung der Region und die zunehmende Integration erneuerbarer Energien, insbesondere aus Wind- und Photovoltaikanlagen.
Im Anschluss konnten die Teilnehmenden die Netzleitwarte besichtigen, in der Hoch- und Mittelspannungsnetze rund um die Uhr überwacht und gesteuert werden.
Die Mitarbeitenden erläuterten die zentrale Rolle der Leitwarte für einen sicheren und zuverlässigen Netzbetrieb und gaben Einblicke in die Prozesse zur Erkennung, Analyse und Behebung von Netzstörungen.
Besonders eindrucksvoll war die Darstellung der komplexen Aufgaben, die notwendig sind, um auch bei Störungen oder Ausfällen eine stabile Stromversorgung sicherzustellen.
Tag 3: Fertigung moderner Antriebstechnik bei Siemens in Nürnberg
Der dritte Exkursionstag führte die Studierenden zum Siemens-Standort Nürnberg, wo sie die Produktion von Traktionsmotoren und Traktionsstromrichtern für unterschiedlichste Schienenfahrzeuge kennenlernen konnten. Die gefertigten Komponenten kommen unter anderem in U-Bahnen, S-Bahnen, Regionalzügen und Fernverkehrszügen zum Einsatz.
Während der Werksführung erhielten die Teilnehmenden umfassende Einblicke in die verschiedenen Fertigungsbereiche und konnten den gesamten Produktionsprozess – von der Herstellung einzelner Bauteile über die Montage bis hin zur Endprüfung – verfolgen. Besonders beeindruckend war der hohe Anteil manueller Fertigungsschritte, die von erfahrenen Fachkräften durchgeführt werden und höchste Qualitätsstandards gewährleisten.
Neben der Herstellung von Motoren und Gehäusen wurden auch die Prüfverfahren sowie die Vorbereitung der Systeme für den weltweiten Einsatz vorgestellt.
Den Abschluss bildete die Präsentation der fertig montierten Antriebssysteme, die anschließend an Verkehrsunternehmen und Fahrzeughersteller in aller Welt ausgeliefert werden.
Theorie trifft Praxis
Die EES-Exkursion 2026 bot den Studierenden wertvolle Einblicke in aktuelle Technologien und industrielle Prozesse entlang der gesamten energietechnischen Wertschöpfungskette – von der Ladeinfrastruktur über den Netzbetrieb bis hin zur Fertigung moderner Antriebssysteme.
Der direkte Austausch mit Expertinnen und Experten aus der Industrie sowie die praxisnahen Demonstrationen machten deutlich, wie vielfältig und interdisziplinär die Herausforderungen der Energie- und Mobilitätswende sind. Die Exkursion stellte damit eine wertvolle Ergänzung zur universitären Ausbildung dar und verdeutlichte einmal mehr die Bedeutung der engen Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Industrie.